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Jahrhundert-Flut 2013 in Gera in kurzen Punkten

Hier lesen sie die Chronik zum Hochwasser am 3. Juni in und um Gera.


Hochwasser in Gera; Dramatisch zeigte sich die Weiße Elster in Gera-Untermhaus.

Ein langer Winter und ein nasser Mai sind die Vorboten der Flut. Vor allem am 26., 27. und 30. Mai regnet es heftig.

31. Mai 2.15 Uhr

 In Langenberg überschreitet die Weiße Elster den Pegel für die erste Warnstufe. Bei 1,64 Meter steht das Wasser. Normalerweise erreicht die Elster einen Pegel von 1,50 Meter.

morgens: In Bad Köstritz flutet der Goldbach Teile der Innenstadt. In Wünschendorf ergießt sich der Mainsebach über ein Firmengelände. In Gera gibt es Überschwemmungen Am Fischer in Zwötzen und in der Schulestraße in Aga. In Caaschwitz steigt das Grundwasser bedrohlich.

23.59 Uhr: Bei der Einsatzleitstelle gehen 29 Alarme aus Gera und 74 aus dem Landkreis Greiz ein.

1. Juni:

Es regnet. Kindertagsfeiern fallen vielerorts ins Wasser.

3.31 Uhr: Der Richtwert für die Hochwasser-Alarmstufe 3 am Pegel Gera-Langenberg wird erreicht: 2,81 Meter.

5.55 Uhr: Das Umweltministerium ruft für Gera Alarmstufe 3 aus.

Brennpunkte in den Morgenstunden sind Geras südliche Stadtteile.

tagsüber: In Caaschwitz arbeitet das Technische Hilfswerk mit Hochleistungspumpen.

nachmittags: Die Feuerwehr sichert den Damm am Wehr Zwötzen mit 1000 Sandsäcken.

23 Uhr: 42 Alarmierungen in Gera und 29 im Landkreis Greiz gehen bis Tagesende bei der Leitstelle ein.

Die Pegel sinken.

Hunderte Helfer versuchten mit Sandsäcken die Flut aufzuhalten.

2. Juni 6.45 Uhr:

Schon seit Sonnabendvormittag fällt der Pegel der Weißen Elster kontinuierlich. Dann regnet es weiter, noch einmal fallen bis zu 100 Liter pro Quadratmeter. Der Fluss schwillt wieder an.

7.15 Uhr: In Gera wird erneut Alarmstufe 3 erreicht.

früher Morgen: Alle Feuerwehren in Gera und im Landkreis Greiz werden alarmiert. Gegen 13 Uhr sind tatsächlich alle Wehren im Einsatz.

nachmittags: Die Lage spitzt sich dramatisch zu. In Wünschendorf helfen rund 200 Freiwillige und füllen Sandsäcke, um die 600 Meter langen Deiche zu verstärken. Andererseits werden die Elster-Brücken, zum Beispiel in Umtermhaus zu den Anlaufpunkten für Schaulustige.

nachmittags: Am Hofgut werden Sandsäcke gestapelt, derweil werden im Otto-Dix-Haus die Bilder aus dem Erdgeschoss in die oberen Etagen gebracht.

14.03 Uhr: Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg ruft für den Landkreis den Katastrophenfall aus. Damit beginnt auch die Einrichtung von Notunterkünften. Feuerwehren von nicht betroffenen Gemeinden helfen in den Flutgebieten aus.

nachmittags: Die Caaschwitzer müssen den Damm zwischen Köstritz und ihrem Dorf aufgeben. Weder die 15"000 Sandsäcke noch die Hochleistungspumpen können etwas gegen die Wassermassen ausrichten. Zwei Drittel der Gemeinde werden von den Wassermassen eingeschlossen und geflutet. Die Elsterstraße muss evakuiert werden, vier Anwohner lassen sich bis 20 Uhr mit dem Schlauchboot abholen.

nachmittags: Auch in Wünschendorf ist Land unter. Das Wasser läuft in das Wohngebiet rund um die Taunussteiner Straße.­

20 Uhr: Oberbürgermeisterin Viola Hahn ruft für Gera den Katastrophenalarm aus. 106 Bundeswehrsoldaten kommen zum Einsatz.

später Abend: Für den Landkreis Greiz rücken Einsatzkräfte aus dem Kyffhäuserkreis an.

zwischen 20 und 22 Uhr: Der Pegel der Weißen Elster übersteigt in Greiz die Marke von 5,56 Meter und damit den bisherigen Höchstwert von 1954. Danach ist der Pegel nicht mehr messbar. Die Gera erreicht die Weiße Elster zu dieser Zeit eine Höhe von knapp vier Metern.

22 Uhr: Der Strom wird in den überfluteten Stadtteilen abgestellt. In der Debschwitzer Georg-Büchner-Straße wird es zuerst dunkel.

23.59 Uhr: Die zentrale Rettungsleitstelle zählt am Ende des Tages 389 Hilferufe aus Geraund 178 dem Landkreis Greiz.

3. Juni 1.30 Uhr:

Der Scheitelpunkt in Greiz wird mit 5,70 Metern erreicht.

zwischen 7.15 und 8 Uhr: Der Scheitelpunkt der Hochwasserwelle erreicht mit 5,69 MeterGera. Damit liegt die Flut unter dem Pegel des Hochwasser vom Juli 1954, damals war die Elster in Gera auf 6,67 Meter angeschwollen.

8 Uhr: Der Unterricht in den Grund- und Regelschulen in Debschwitz und Untermhaus fällt aus. Auch in den Schulen des Landkreises findet kein Unterricht statt. Zumindest eine Betreuung wird angeboten - mit Ausnahme von Berga und Wünschendorf. Auch Kindergärten bleiben geschlossen.

vormittags: Die Bundeswehr evakuiert Anwohnern in Untermhaus, eine Tankstelle wird zum Sammelplatz. Von dort aus gelangen die Menschen in die Notunterkünfte.

tagsüber: Rund 10"000 Haushalte sind ohne Strom. Teile der Stadt, darunter Lusan, sind von der Versorgung mit Fernwärme und Warmwasser abgeschnitten. Der öffentliche Nahverkehr ist eingeschränkt.

Fallende Pegel sorgen erstmals für eine leichte Entspannung. Die Bundeswehr rückt ausBad Köstritz ab.

abends: Die Lage in Bad Köstritz spitzt sich noch einmal zu: Die in der Bahnhofstraße gelegene Tankstelle und ein Heizölhandel werden vom Wasser erfasst. In der Nacht laufen Evakuierungsmaßnahmen an.

Die Elster-Pegel fallen weiter und machen ein erstes Ausmaß der Schäden sichtbar, etwa inWünschendorf, wo der Damm an zwei Stellen gebrochen ist.

nachmittags: Hunderte Wünschendorfer eilen zum Cronschwitzer Damm und schließen gemeinsam mit der Feuerwehr die Durchbruchstellen mit Sandsäcken.

14.15 Uhr: Bundeskanzlerin Angelika Merkel besucht das Katastrophengebiet in Greiz.

tagsüber: Der Pegel der Weißen Elster in Gera fällt unter die Alarmstufe 3.

19.37 Uhr: Im Landkreis wird der Katastrophenfall aufgehoben. Damit geht die Verantwortung für den weiteren Einsatz der Kräfte und die finanziellen Mittel auf die Zuständigkeit der örtlichen Einsatzleitungen über.

abends: Milbitz und Thieschitz sind noch immer vom Wasser eingeschlossen.

5. Juni 7 Uhr:

Die Stadt Gera hebt den Katastrophenalarm auf. 12 Uhr: Die Landesanstalt für Umwelt und Geologie hebt die Hochwasserstufen 1 und 2 für die Weiße Elster in Gera auf. Der Pegel geht auf 2,04 Meter zurück.




Das Hochwasser in der Siedlung in Untermhaus in Bildern

rger in der Geraer Elster-Siedlung  MDR.DE_x264.mov

Das Hochwasser in den Medien

MDR extra Flut in Mitteldeutschland   MDR.DE_0.flv